Speick Blog

Die Faszination für Seife hat viele Facetten

Die Erfolgsgeschichte von Speick Naturkosmetik beginnt mit unserer Speick Original Seife – und sie ist auch fast 100 Jahre nach der Unternehmensgründung das Kernstück unseres Sortiments. Sie ist und bleibt unser Aushängeschild mit ihrer charakteristischen Farbe und dem ganz eigenen, vertrauten Duft. Bei den älteren VerbraucherInnen wecken unsere Seifen oft sogar Kindheitserinnerungen – die jüngeren verbinden damit einfach ein besonderes Wohlgefühl. Man spürt förmlich, dass man sich etwas Gutes tut.

Je mehr man sich mit dem Thema Seife befasst, desto klarer wird: Seife ist für alle Sinne sehr faszinierend – ihre Geschichte, ihre Herstellung, ihre Pflege- und Reinigungswirkung. Wir möchten gerne unsere Begeisterung für die Seife teilen. Hier haben wir vielseitige Informationen kompakt zusammengefasst.

Eine faszinierende Seifen-Geschichte

Die ersten Seifenrezepte

Man mag es kaum glauben: Seife gibt es schon seit Jahrtausenden! Die ältesten Seifenrezepte – von den Sumerern auf Tonschiefertafeln überliefert – stammen bereits aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Auch die Germanen und Kelten kannten und benutzten Seife. Seife war allerdings nicht das, was wir heute als Seife kennen. Die beschriebenen Rezepturen bestanden aus einer Mischung von Pottasche und Talg – diese Art Seife wurde als Haarpomade, zum Waschen von Textilien und als Heilmittel bei Verletzungen genutzt.

Die Griechen und Ägypter entwickelten die damals bekannten Seifenrezepte weiter, um die Reinigungskraft zu erhöhen. Erst die Römer begannen jedoch, Seife zur Körperpflege zu verwenden. In den römischen Bädern war Seife weit verbreitet.

Weiterentwicklung im Orient

Der Ursprung von Seife – so wie wir sie heute kennen – liegt wohl im 7. Jahrhundert n. Chr. und vollzog sich in einer Entwicklung über mehrere Jahrhunderte: Die Araber begannen, Fett und Lauge miteinander zu verkochen. Im Zuge dieser Entwicklung entstanden auch die heute von uns Europäern geschätzten reinigenden und pflegenden Seifenbürstenmassagen – bekannt aus den Orientalischen Bädern, den Hamams.

Mit der Ausbreitung des Islams verbreitete sich auch die Kunst des Seifensiedens nach Mitteleuropa. Kaiser Karl der Große (747-814) förderte das aufkommende Seifensiedehandwerk maßgeblich. Spanien, Frankreich und Italien entwickelten sich zu Zentren des Seifenhandwerks. Die französische Stadt Marseille wurde ab dem 9. Jahrhundert n. Chr. nach und nach zu einer wahren Hochburg der Seifenherstellung.

Die Entstehung veredelter Feinseife in Frankreich

Frankreich spielte eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung der Seifenherstellung: Dort wurde Seife zunehmend verfeinert und mit Duftessenzen wie Lavendel angereichert. Diese Veredelung kennzeichnete die Geburt der Feinseife, auch Toilettenseife genannt. An Europas Höfen verbreitete sich die Feinseife sehr rasch – für die normale Bevölkerung blieb sie allerdings unerschwinglich.

Man beachte außerdem: Die Toilettenseife wurde nicht zur Körperhygiene verwendet – vielmehr wurde sie als Heilmittel geschätzt, sie wurde für kosmetische Zwecke genutzt wie teilweise auch zur Rasur. Denn noch bis vor etwa 300 Jahren puderten und parfümierten sich die Menschen lieber, als sich zu waschen.

Industrielle Produktion von Seife

1790 gelang es dem Franzosen Nicolas Leblanc erstmals, Sodalauge zu produzieren. Sie ersetzte die herkömmliche Lauge, die bis dahin mühevoll aus in Wasser gelöster Pottasche gewonnen wurde. Seife wurde damit zu einem erschwinglichen Gut und zur regelmäßigen Körperhygiene benutzt.

Zudem begünstigte der Aufschwung der Textilindustrie die Nachfrage nach Seife, und um 1900 machte die Dampfschifffahrt Seife für weitere Bevölkerungskreise erschwinglich. Die zur Seifenherstellung nötigen Fettrohstoffe konnten nun kostengünstig importiert werden. Damit war der Weg für die industrielle Produktion von Seife bereitet.

Das Seifenhandwerk heute

Heute gewinnen Seifen zunehmend an Bedeutung, da sie nicht nur pflegend und ergiebig sind, sondern auch mit vergleichsweise wenig Verpackung auskommen. Für uns gilt früher wie heute: Mit einer Seife lässt sich gesunde Haut schonend reinigen und pflegen.

Alle unsere Seifen werden nach eigener Rezeptur und im traditionellen Kessel-Siedeverfahren hergestellt.

Die Seifenherstellung

Die Seifenherstellung lässt sich, vereinfacht dargestellt, in fünf Phasen einteilen. Dabei finden im Großen und Kleinen zahlreiche Prozessschritte statt, bis wir dann tatsächlich ein echtes Stück Seife in unseren Händen halten können.

1. Verseifungsprozess

Vereinfacht gesagt entsteht Seife durch eine Reaktion von Lauge und Fett. Bei festen Seifen ist das eine Mischung aus Natronlauge und Fett oder Öl (z.B. Kokosöl, Palmöl, Rindertalg oder Olivenöl). Die Rohstoffe werden in einem großen Kessel unter Zuführung von Hitze verkocht, man nennt diesen Vorgang Verseifung. Hierbei reagieren die Fettsäuren aus dem Fett mit der Lauge und es entstehen sogenannte Fettsäuresalze, also die Seife. Unsere Seifen werden für eine optimale Seifenqualität nach unserer hauseignen Rezeptur hergestellt.

2. Vom Seifensieden zu den Seifennudeln

Dieser Prozess der Seifensiedung führt zu einer zähflüssigen Masse, die im Anschluss getrocknet wird. Dabei wird der Konsistenz das Wasser entzogen und es entstehen feste Seifennudeln oder auch Seifenspäne genannt. Die Seifennudeln stellen den Grundrohstoff für die Weiterverarbeitung der Seife dar.

3. Gemahlen, versetzt, piliert: Der Piliervorgang

Die Seifennudeln werden gemahlen und können nun mit hochwertigen Pflege-, Duft- und Farbstoffen veredelt werden. Anschließend wird die Mischung durch einen beheizten Seifenextruder geführt. Bei diesem als Pilierung bezeichneten Prozess wird die Seifenmasse zunächst verdichtet und homogenisiert. Druck und Wärme sorgen dafür, dass sich alle Bestandteile gleichmäßig miteinander verbinden.

4. Vom endlosen Seifenstrang zu einzelnen Seifen-Stücken

Anschließend wird die knetartige Seifenmasse unter hohem Druck durch eine Lochplatte gepresst. Deren Öffnung bestimmt die Form und den Querschnitt des austretenden, gleichmäßigen Seifenstrangs, der sich aufgrund seiner noch warmen und weichen Konsistenz mühelos in einzelne Seifenstücke schneiden lässt.

Während manche Seifen, wie unsere Haarseife, damit bereits ihre endgültige Form besitzen, werden andere anschließend in gekühlten Formen geprägt. Dadurch erhalten sie ihre typische Formgebung und das charakteristische Aussehen der jeweiligen Seife, wie wir sie kennen, so z.B. unsere Speick Original Seife.

5. Abkühlen und ab zum Verpacken

Bevor die Seife in Faltschachteln, Banderolen, Wicklern, Folienverpackungen oder auch unverpackt im Display in den Handel gelangt, durchläuft sie eine Abkühlungsphase.

Die Alleskönnerin – 7 Fakten zur Seife

  • Seifen von Speick Naturkosmetik reinigen die Haut mild.
  • Sie sind basisch und überzeugen durch ihre pflegenden Rezepturen. Wertvolle Inhaltsstoffe unterstützen die Haut bereits während der Reinigung und hinterlassen ein angenehm gepflegtes Hautgefühl.
  • Sie können zur Reinigung des gesamten Körpers – auch des Gesichts – verwendet werden.
  • Seife unterstützt die wirksame Entfernung von Schmutz und Mikroorganismen von der Haut.
  • In Zeiten wachsenden Umweltbewusstseins gewinnen Seifen zunehmend an Bedeutung, da sie Reinigung und reduzierten Packmitteleinsatz verbinden.
  • Seifen sind sehr sparsam im Verbrauch.
  • Bei der Herstellung unserer Seifen achten wir auf einen möglichst effizienten Einsatz der verwendeten Rohstoffe und minimalen Ausschuss, um Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen.