Die Faszination für Seife hat viele Facetten

Die Erfolgsgeschichte von Speick Naturkosmetik beginnt mit unserer Speick Seife – und sie ist auch noch mehr als 90 Jahre nach der Unternehmensgründung das Kernstück unseres Sortiments. Sie ist und bleibt unser Aushängeschild mit ihrer charakteristischen Farbe und dem ganz eigenen, vertrauten Duft. Bei den älteren VerbraucherInnen wecken unsere Seifen oft sogar Kindheitserinnerungen – die jüngeren verbinden damit einfach ein besonderes Wohlgefühl. Man spürt förmlich, dass man sich etwas Gutes tut.

Je mehr man sich mit dem Thema Seife befasst, desto klarer wird: Seife ist für alle Sinne sehr faszinierend – ihre Geschichte, ihre Herstellung, ihre Pflege- und Reinigungswirkung. Wir möchten gerne unsere Begeisterung für die Seife mit Ihnen teilen. Folglich haben wir hier vielseitige Informationen für Sie kompakt zusammengefasst.

Eine faszinierende Seifen-Geschichte

Die ersten Seifenrezepte

Man mag es kaum glauben: Seife gibt es schon seit Jahrtausenden! Die ältesten Seifenrezepte – von den Sumerern auf Tonschiefertafeln überliefert – stammen bereits aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Auch die Germanen und Kelten kannten und benutzten Seife. Seife war allerdings nicht das, was wir heute als Seife kennen. Die beschriebenen Rezepturen bestanden aus einer Mischung von Pottasche und Talg – diese Art Seife wurde als Haarpomade, zum Waschen von Textilien und als Heilmittel bei Verletzungen genutzt.

Die Griechen und Ägypter entwickelten die damals bekannten Seifenrezepte weiter, um die Reinigungskraft zu erhöhen. Erst die Römer begannen jedoch, Seife zur Körperpflege zu verwenden. In den römischen Bädern war Seife weit verbreitet.

Weiterentwicklung im Orient

Der Ursprung von Seife – so wie wir sie heute kennen – liegt im 7. Jahrhundert n. Chr.: Die Araber begannen, Fett und Lauge miteinander zu verkochen. Im Zuge dieser Entwicklung
entstanden auch die heute von uns Europäern geschätzten reinigenden und pflegenden Seifenbürstenmassagen – bekannt aus den Orientalischen Bädern, den Hamams.

Mit der Ausbreitung des Islams verbreitete sich auch die Kunst des Seifensiedens nach Mitteleuropa. Kaiser Karl der Große (747-814) förderte das aufkommende Seifensiedehandwerk maßgeblich. Spanien, Frankreich und Italien entwickelten sich zu Zentren des Seifenhandwerks. Die französische Stadt Marseille wurde ab dem 9. Jahrhundert n. Chr. zu einer wahren Hochburg der Seifenherstellung.

Die Entstehung veredelter Feinseife in Frankreich

Es war auch in Frankreich, wo man schließlich begann, Seife zu verfeinern und ihr Duftstoffe wie z.B. Lavendel zuzusetzen. Diese Veredelung kennzeichnete die Geburt der Feinseife, auch Toilettenseife genannt. An Europas Höfen verbreitete sich die Feinseife sehr rasch – für die normale Bevölkerung blieb sie allerdings unerschwinglich.

Man beachte außerdem: Die Toilettenseife wurde nicht zur Körperhygiene verwendet – vielmehr wurde sie als Heilmittel geschätzt, sie wurde für kosmetische Zwecke genutzt wie teilweise auch zur Rasur. Denn noch bis vor etwa 300 Jahren puderten und parfümierten sich die Menschen lieber, als sich zu waschen.

Industrielle Produktion von Seife

1790 gelang es dem Franzosen Nicolas Leblanc erstmals, Sodalauge zu produzieren – sie ersetzte die herkömmliche Lauge, die bis dahin mühevoll aus in Wasser gelöster Pottasche gewonnen wurde. Seife wurde damit zu einem erschwinglichen Gut und zur regelmäßigen Körperhygiene benutzt.

Zudem begünstigte der Aufschwung der Textilindustrie die Nachfrage nach Seife und um 1900 machte die Dampfschifffahrt Seife für weitere Bevölkerungskreise erschwinglich. Die zur Seifenherstellung nötigen Fettrohstoffe konnten nun kostengünstig importiert werden. Damit war der Weg für die industrielle Produktion von Seife bereitet.

Das Seifenhandwerk heute

Heute sind echte und hochwertige Seifen eine wahre Rarität. Sie erleben aber unter dem Vorzeichen der besonders hohen Umweltverträglichkeit einen enormen Aufschwung. Für uns gilt früher wie heute: Seife ist das Beste, womit man gesunde Haut reinigen und pflegen kann. Das Handwerk der Seifenherstellung ist nach wie vor wertvoll und ermöglicht uns, ein breit gefächertes, hochwertiges Seifensortiment anbieten zu können. Dabei werden alle unsere Seifen nach eigener Rezeptur und im traditionellen Kessel-Siedeverfahren von Speick Naturkosmetik hergestellt.

Die Seifenherstellung

Die Seifenherstellung lässt sich vereinfacht dargestellt in folgende fünf Phasen einteilen. Dabei finden im Großen und Kleinen zahlreiche Prozessschritte statt, bis wir dann tatsächlich ein echtes Stück Speick Seife in Händen halten können.

1. Verseifungsprozess

Vereinfacht gesagt entsteht Seife durch eine Reaktion von Lauge (bei festen Seifen Natronlauge) und Fett/Öl (z.B. Palmöl, Kokosöl, Rindertalg). Diese werden in einem großen Kessel unter Zuführung von Hitze verseift. Hierbei entsteht ein Sud, der gesotten (also „gewaschen“) wird, um überschüssige Lauge und unverseifte Fette von der Seife zu trennen.

2. Von der Seifensottung zu den Seifennudeln

Dieser Prozess der Seifensottung kann bis zu fünf Tage dauern und führt zu einer zähflüssigen Seife, die im Anschluss getrocknet wird. Dabei wird ihr das Wasser entzogen und es entstehen feste Seifennudeln – so bezeichnet man die Seifenspäne. Die Seifennudeln stellen den Grundrohstoff für die Weiterverarbeitung der Seife dar, die nach der traditionellen Rezeptur von Speick Naturkosmetik hergestellt wird.

3. Gemahlen, versetzt, piliert / Der Piliervorgang

Die Seifennudeln werden gemahlen und können nun mit hochwertigen Ölen, rückfettenden Stoffen, natürlichen Farben und Parfüm versetzt werden. Dazu werden sie mit den Zusätzen erhitzt, vermengt und gehäckselt – dieser Prozess nennt sich Pilieren und ermöglicht, dass sich alle Komponenten homogen verbinden können.

4. Vom Endlos-Seifenstrang zu kleinen Stücken

Die entstehende knetartige Masse wird unter Luft-Ausschluss und mit großem Druck durch eine kleine Öffnung gepresst, so dass ein Endlos-Seifenstrang entsteht. Dieser Strang ist noch warm und weich – so kann er gut in kleine Stücke geschnitten werden. Diese bleiben entweder als finale Seifenform bestehen (so zum Beispiel bei unserer Haarseife oder Organic 3.0 Seife) oder sie werden durch eine Formpresse zu einem Seifenstück gepresst (wie zum Beispiel bei unserer Speick Seife).

5. Abkühlen und ab zum Verpacken

Auf ihrem Weg zur Verpackung kühlt die Seife ab – bevor sie in Faltschachteln, Banderolen, Zellulosefolie oder nackt im Display verpackt wird.

Die Alleskönnerin – einzigartige Reinigung und Pflege

Eine Seife ist eine wahre Alleskönnerin – egal ob das „normale“ Stück Seife, die Haarseife oder eine spezielle Gesichtsseife. Jedes Stück Seife kann für den gesamten Körper verwendet werden und entfaltet – ganz gleich ob an Händen, Füßen, Körper oder Gesicht –seine einzigartige Reinigungs- und Pflegewirkung.

• Seifen von Speick Naturkosmetik reinigen die Haut besonders mild.
• Sie pflegen die Haut aufgrund der verseiften Öle und Fette, der enthaltenen Zusätze oder der enthaltenen Wachscreme direkt beim Waschen und unterstützen sie in ihren natürlichen Funktionen.
• Seifen von Speick Naturkosmetik sind basisch und bewirken eine Erhöhung des Feuchtigkeitsgehalts der Haut.
• Sie können zur Reinigung des gesamten Körpers – auch des Gesichts – verwendet werden.
• Bakterien haben grundsätzlich keine Chance, auf echter Seife zu haften.
• Seifen sind ökologisch bestens verträglich und sehr gut biologisch abbaubar.
• Seifen sind sehr sparsam im Verbrauch.
• Seifen werden besonders ressourcenschonend produziert, es fällt nahezu kein Abfall an.