
Die einzigartige Kulturgeschichte der vergessenen und wiederentdeckten Heilpflanze
In der Botanik kennt man den Speick als Valeriana celtica. Schon diese lateinische Bezeichnung des Speick ist Kulturgeschichte pur: „Valere” bedeutet „gesund erhalten”, während „celtica” für die keltische Herkunft, heute die alpinen Kärntner Nockberge, steht.
Auf das zentrale Nervensystem wirkt die Heilpflanze beruhigend, während sie zugleich das vegetative Nervensystem anregt. Der Speick entspannt, ohne müde zu machen und belebt Seele, Körper und Geist.
Früher wurde der Speick Spica celtica genannt. Der Wurzelstock erinnert an eine Ähre, so taufte man die Heilpflanze kurzerhand mit dem lateinischen Begriff dafür: Spica. Die Geschichte der Pflanze wurde über die Jahrhunderte fortgeschrieben und aus Spica wurde Speick.
Wer den Speick sucht, muss zunächst viele Höhenmeter zurücklegen und die Baumgrenze der Kärntner Alpen hinter sich lassen. Ab 1800 m wird man fündig. Im Naturschutzgebiet des Biosphärenpark Nockberge sammelt der Speick seine harmonisierend wirkenden Kräfte. Bereits seit Jahrtausenden wird das wertvolle Speick-Öl durch schonende Extraktion aus der ganzen Pflanze gewonnen. Im Ägypten des Jahres 500 v. Christus aromatisierte man die Bäder mit Speick und pflegte die Haut anschließend mit dem kostbaren Öl. Jahrhundertelang wurden über Venedig täglich mehrere Tonnen Speick in alle Welt exportiert.
Schon im 10. Jahrhundert setzte man die Heilpflanze medizinisch ein. Das Magenleiden des Kaisers Marc Aurel kurierte der Arzt Galen mit Speick. Die Pflanze wurde inzwischen mit Gold aufgewogen und später extra besteuert. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Speick in die Türkei, nach Syrien und Marokko sowie den Sudan geliefert. 1936 befürchtete man seine Ausrottung und stellte ihn unter Naturschutz. Damit verlor der Speick schlagartig seine wirtschaftliche Bedeutung und geriet in Vergessenheit. Der Speick wird heute noch wie seit Jahrhunderten von Hand geerntet. Für die Kärntner Almbauernfamilien mit einer Erntelizenz ist die Speick-Ernte ein wichtiger Zusatzverdienst.
Speick Naturkosmetik enthält – weltweit exklusiv – den einzigartigen Speick-Extrakt, der seit 2003 als kontrolliert biologische Wildsammlung (kbW) zertifiziert ist. Je nach Produkt wird der Speick-Extrakt mit anderen Inhaltsstoffen kombiniert. So enthalten z.B.die Produkte der Serie Speick Thermal (BDIH) zudem Alge und Silicea (Kieselsäure) – verbunden mit dem fruchtigen Duft ätherischer Öle!